OSU!

Herzlich willkommen auf der Webseite von Shidokan Germany, der offiziellen Vertretung der World Karate Association – The Shidokan für Deutschland. Seit 1997 bin ich der von Soeno Kancho berufene Branch President für Deutschland und in den vergangenen zwei Jahrzehnten durfte ich das Shidokan in einem kleinen und erlesenen Kreis in Deutschland verbreiten. Um die Worte meines Shihans Eddie Yoshimura zu zitieren: “Lieber hast Du 10 Wölfe, als 100 Schafe!” Diese Worte haben Weg und die Arbeit des Shidokan in Deutschland immer geprägt.

Dass wir mit meiner Interpretation dieses Zitats richtig lagen, belegen die enormen Erfolge, welche unsere Karatekas in den vergangenen 25 Jahren auf der ganzen Welt erreichen konnten. 

Mein Fokus lag dabei immer darauf, die Zweckmäßgkeit und Effektivität des Shidokan im Vollkontakt Kampf unter Beweis zu stellen. Aus diesem Grund sind wir auf der einen Seite sehr traditionell, auf der anderen Seite aber auch sehr wettkampforientiert und modern eingestellt. Eine Mischung, welche das Shidokan in Deutschland geprägt und stark gemacht hat. 

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Besuch auf unserer Seite.

Peter Angerer  Shihan, 6. Dan Shidokan Karate (Japan)

 

Erfolgreicher Tameshi-Giri bei der Kata “Makoto” in Anwesenheit von Soeno
Kancho 2017 in Metzingen im Rahmen der European Shidokan Open.

Der Shidokan Triathlon

Sicherlich ist Ihnen ein Triathlon ein Begriff. Ein sportlicher Härtetest bestehend aus Schwimmen, Laufen und Radfahren, der den Teilnehmern alles abverlangt. Nun, wir machen genau das Gleiche, nur halt eben im Vollkontakt Kampfsport. Das erste Drittel des Kampfes (1-3 Runden) wird im Vollkontakt Karate bestritten, das zweite Drittel im Kickboxen und das letzte Drittel in den Mixed Martial Arts. Wer hier auf gut Deutsch sein Handwerk nicht versteht kann nicht bestehen. 

Der Shidokan Triathlon verlangt die Beherrschung der kämpferischen Mittel in allen Lagen und Situationen. Ein guter Karateka oder Kickboxer wird spätestens in den MMA Runden starke Probleme bekommen, ebenso, wie ein guter MMA Kämpfer erst einmal durch die Runden für das Vollkontakt Karate und das Kickboxen muss, bevor er in seiner Spezialdisziplin kämpfen kann. Shidokan Kämpfer darf man also mit Sicherheit als starke Allrounder ansehen, die sich in jedem Aspekt des Kampfes zurecht finden.

Wer als echter Kämpfer gelten will, der misst sich hier unter diesen Regeln!

Die Regeln

Gekämpft wird in einem Boxring. Die Kampfzeit für die Wettbewerbe ist auf 3 Runden zu je 2 Minuten angesetzt. Sollte es nach Ablauf der Kampfzeit ein “Unentschieden” geben, wird maximal 1 Verlängerungsrunde von 2 Minuten gekämpft.

Erste Runde: Vollkontakt Karate

Die Kämpfer müssen einen Tiefschutz, Zahnschutz und einen weißen Karate Dogi zum Kampf tragen. Die Ärmel müssen die Ellbogen bedecken. Taping ist nur an den  Hand- und Fußgelenken erlaubt. Die Knöchel der Faust müssen unbedeckt sein. Erlaubt sind alle Tritte und Kniestöße zum gesamten Körper, ausgenommen zum Hinterkopf, der Wirbelsäule, dem Genitalbereich und zur Vorderseite der Knie. Schläge mit der blanken Faust oder den Ellbogen sind nur im Standkampf zum Körper unterhalb des Halses erlaubt. Das Greifen des Gegners und dessen Dogi im Stand ist für 3 Sekunden zum Ausführen von Techniken erlaubt. Der Gegner darf geworfen werden, er darf aber nicht auf Kopf oder Nacken landen, aus dem Ring geworfen werden und der werfende Kämpfer darf nicht auf den geworfenen Kämpfer mit Knien oder Ellbogen fallen. Ein Bodenkampf mit allen Würge- oder Hebeltechniken ist für 5 Sekunden erlaubt. Ein Kämpfer kann in den Karate Runden vorzeitig durch Aufgabe, KO/TKO oder Disqualifikation verlieren.

2. Runde: Kickboxen

In der 90 Sekunden andauernden Pause zur zweiten Runde zieht der Kämpfer seine Dogi Jacke aus. Sollte er unter der Dogi Hose eine Thaiboxhose oder MMA Short tragen, darf er auch die Dogi Hose ausziehen. Dem Kämpfer werden von seinen Sekundanten nun bereitgestellte 10 Unzen Boxhandschuhe angelegt und in der zweiten Runde sind folglich auch Boxschläge zum Kopf erlaubt.

Dabei darf nur mit der gepolsterten Knöchelseite der Boxhandschuhe geschlagen werden. Die erlaubten Trefferflächen sind ansonsten für alle Techniken gleich, wie im Karate.

Der Gegner darf auch im Kickboxen für 3 Sekunden geclincht werden, um Techniken auszuführen. Klammern zum Vermeiden eines Kampfes sind ein Foul und werden vom Kampfleiter geahndet.

Der Gegner darf geworfen werden, allerdings muss der werfende Kämpfer zur Ausführung des Wurfes und danach im Stand bleiben.

Dritte Runde: Mixed Martial Arts

In der 90 Sekunden langen Pause zwischen den Runden ziehen die Sekundanten dem Kämpfer die Boxhandschuhe aus und legen ihm bereit gestellte MMA Handschuhe an.

Die Kämpfe in der dritten – und eventuell auch in der Verlängerungsrunde folgen dem Regelwerk des Shooto für Semi-Professionelle Kämpfe, d.h. dass neben Ground and Pound mit Schlägen zum Kopf KEINE Ellbogenschläge zum Kopf erlaubt sind. Tritte sind im Bodenkampf nicht zum Kopf erlaubt.

Würfe, Würge- und Hebeltechniken sind ebenfalls erlaubt.

Ein Kämpfer kann auch in dieser Runde durch Aufgabe, KO/TKO oder Disqualifikation verlieren. 

Verlängerungsrunde

Alle Kämpfe werden nach einem international gängigen 10-Point-Must-System von drei Punkterichtern gewertet. Sollte der Kampf nach Ablauf der drei Runden ein “Unentschieden” als Resultat haben, wird nach einer 90sekündigen Pause eine Verlängerung von 2 Minuten nach Mixed Martial Arts Regeln weitergekämpft.

Diese Runde, sofern auch hier kein vorzeitiges Ende des Kampfes erfolgt, darf von den Punkterichtern nicht mehr Unentschieden gewertet werden. d.h. jeder Punkterichter muss in dieser Runde einen Kämpfer zum Sieger erklären.